# Standesamtliche Trauung: Anmeldung, Unterlagen und Ablauf

> Alles zur standesamtlichen Trauung: wann ihr euch anmeldet, welche Unterlagen ihr braucht, wie die Zeremonie abläuft, was sie kostet und wie ihr sie persönlich gestaltet.

Quelle: https://hochzeitssprueche.com/standesamtliche-trauung/ · Stand: 4. Oktober 2026 · Redaktion hochzeitssprueche.com

Ohne Standesamt keine Ehe: In Deutschland ist nur die standesamtliche Trauung rechtlich gültig – die kirchliche oder freie Trauung kommt auf Wunsch dazu. Viele Paare unterschätzen dabei den Papierkram. Wer seine Geburtsurkunde erst bei einem Standesamt am anderen Ende des Landes anfordern muss, braucht Zeit und gute Nerven. In diesem Ratgeber erfährst du, wann ihr euch anmelden könnt, welche Unterlagen typischerweise verlangt werden, wie die Zeremonie im Trauzimmer abläuft und mit welchen Kosten ihr rechnen solltet. Außerdem bekommst du Ideen, wie ihr die oft nur halbstündige Trauung persönlich gestaltet – mit Musik, Ringtausch und eigenen Worten. Die Regeln beziehen sich auf Deutschland; Einzelheiten legt jedes Standesamt selbst fest, deshalb lohnt sich ein früher Anruf.

## Anmeldung: wann und wo

Ihr meldet die Eheschließung bei dem Standesamt an, in dessen Bezirk einer von euch wohnt. Heiraten könnt ihr danach bei jedem Standesamt in Deutschland – auch im Schloss, auf einer Burg oder am Strand, wenn die Gemeinde dort ein Trauzimmer anbietet.

Die Anmeldung ist sechs Monate gültig. Findet die Trauung in dieser Zeit nicht statt, müsst ihr euch erneut anmelden. Den Wunschtermin könnt ihr bei vielen Standesämtern aber schon früher reservieren – bei beliebten Daten und Samstagen ist das sehr zu empfehlen. Wann ihr welche Schritte erledigt, zeigt euch die [Checkliste zur Hochzeitsplanung](https://hochzeitssprueche.com/hochzeitsplanung/).

In der Regel erscheint ihr gemeinsam zur Anmeldung. Kann einer von euch nicht kommen, akzeptieren die meisten Standesämter eine schriftliche Beitrittserklärung – fragt vorher nach dem Formular.

## Diese Unterlagen braucht ihr

Für volljährige, ledige Deutsche, die in Deutschland geboren sind, verlangen die meisten Standesämter Folgendes:

- Gültiger Personalausweis oder Reisepass.
- Beglaubigter Ausdruck aus dem Geburtenregister – zu bekommen beim Standesamt eures Geburtsorts. Viele Standesämter wollen einen aktuellen Ausdruck, oft nicht älter als sechs Monate.
- Aufenthalts- oder erweiterte Meldebescheinigung mit Familienstand und Staatsangehörigkeit, falls das Standesamt sie nicht selbst abruft.
- Wenn ihr schon einmal verheiratet wart: Nachweis über die Auflösung der Ehe, etwa die Eheurkunde mit Scheidungsvermerk oder das rechtskräftige Scheidungsurteil.
- Gemeinsame Kinder: deren Geburtsurkunden.
- Ausländische Staatsangehörigkeit oder Geburt im Ausland: zusätzliche Dokumente wie ein Ehefähigkeitszeugnis, teils mit beglaubigter Übersetzung. Hier braucht die Prüfung oft mehrere Wochen.

## So läuft die Trauung ab

Eine standesamtliche Trauung dauert meist 20 bis 30 Minuten. Der Ablauf ist überall ähnlich:

- Einzug: Die Gäste nehmen Platz, dann zieht das Brautpaar ein – gern mit Musik.
- Begrüßung und Ansprache: Die Standesbeamtin oder der Standesbeamte erzählt etwas über euch. Was ihr im Vorgespräch verratet, landet oft in dieser kleinen Rede.
- Die Frage: Ihr werdet nacheinander gefragt, ob ihr die Ehe miteinander eingehen wollt – und antwortet mit „Ja“.
- Erklärung zum Ehenamen, falls ihr einen gemeinsamen Namen wählt.
- Unterschriften: Ihr und gegebenenfalls eure Trauzeugen unterschreibt die Niederschrift. Wer einen neuen Namen annimmt, unterschreibt schon mit diesem.
- Ringtausch und Kuss – beides ist kein Muss, gehört für die meisten Paare aber dazu.
- Glückwünsche: Die Standesbeamtin gratuliert als Erste, danach folgen Familie und Freunde.

## Kosten

Die Gebühren regeln die Bundesländer und Gemeinden, deshalb gibt es keinen bundesweit einheitlichen Preis. Für die Anmeldung der Eheschließung zahlt ihr in vielen Orten zwischen 40 und 100 Euro, bei ausländischen Dokumenten mehr. Dazu kommen Gebühren für Urkunden und Ausdrucke. Zuschläge fallen oft an für Trauungen am Samstag, außerhalb der Öffnungszeiten oder an besonderen Trauorten. Ein Familienstammbuch ist freiwillig.

## Die Trauung persönlich gestalten

- Musik: Viele Standesämter erlauben Livemusik oder eine Playlist vom Handy. Ideen findest du bei den [Hochzeitsliedern](https://hochzeitssprueche.com/hochzeitslieder/).
- Eigene Worte: Fragt, ob ihr euch nach dem Jawort ein kurzes [Eheversprechen](https://hochzeitssprueche.com/eheversprechen-schreiben/) geben dürft.
- Ein Gedicht oder Spruch: Eine Trauzeugin oder ein Freund kann einen Text vortragen, etwa aus den [romantischen Hochzeitssprüchen](https://hochzeitssprueche.com/romantische-hochzeitssprueche/).
- Ringe: Die [Ringgravur](https://hochzeitssprueche.com/ringgravur/) solltet ihr einige Wochen vorher in Auftrag geben.
- Nach der Trauung: Spalier, Seifenblasen oder Sektempfang vor dem Standesamt – mehr Ideen bei den [Hochzeitsbräuchen](https://hochzeitssprueche.com/hochzeitsbraeuche/).

## Häufige Fragen

### Braucht man für das Standesamt Trauzeugen?

Nein, seit 1998 sind Trauzeugen bei der standesamtlichen Trauung nicht mehr vorgeschrieben. Ihr dürft aber bis zu zwei Trauzeugen benennen. Sie müssen volljährig sein und am Tag der Trauung einen gültigen Ausweis dabeihaben.

### Wie viele Gäste dürfen mit ins Standesamt?

Das hängt vom Trauzimmer ab. Manche Räume bieten nur Platz für zehn Personen, Säle in Schlössern oder Rathäusern für fünfzig und mehr. Fragt bei der Anmeldung nach, damit niemand draußen warten muss.

### Kann man nur standesamtlich heiraten?

Ja. Die standesamtliche Trauung ist die einzige rechtlich wirksame Eheschließung in Deutschland. Eine kirchliche oder freie Trauung ist eine schöne Ergänzung, aber keine Pflicht.

### Dürfen bei der standesamtlichen Trauung Fotos gemacht werden?

In den allermeisten Standesämtern ja. Manche wünschen, dass nur eine Person fotografiert oder dass während der Unterschriften nicht geblitzt wird. Klärt das kurz vorher ab, damit Fotografin oder Fotograf Bescheid weiß.
