Was schreibt man in eine Hochzeitskarte?
Die Karte ist gekauft, der Stift liegt bereit – und dann die Frage: Was schreibe ich eigentlich hinein? Eine Hochzeitskarte muss weder lang noch besonders originell sein. Das Brautpaar liest an diesem Tag viele Karten und freut sich vor allem über Worte, die erkennbar von dir kommen. Hier erfährst du, wie eine Glückwunschkarte zur Hochzeit aufgebaut ist, welche Formulierungen zu Freunden, Familie oder Kollegen passen und was besser nicht in der Karte steht. Mit den Beispieltexten hast du in wenigen Minuten einen Glückwunsch, den du nur noch um die Namen und einen persönlichen Satz ergänzen musst. Wenn du einen Spruch oder ein Zitat einbauen möchtest, findest du die passenden Sprucharten direkt verlinkt.
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Der Aufbau in fünf Schritten
Fast jede gelungene Hochzeitskarte folgt demselben Muster. Du musst nicht jeden Punkt ausführlich schreiben – schon ein Satz je Schritt reicht.
- Anrede: „Liebe Anna, lieber Tim,“ – beide Vornamen, die Braut traditionell zuerst.
- Glückwunsch: „herzlichen Glückwunsch zu eurer Hochzeit!“
- Spruch oder Zitat (optional): ein Satz, der zum Paar passt – romantisch, lustig oder schlicht.
- Persönlicher Teil: eine Erinnerung, ein Kompliment oder ein Wunsch, der nur zu diesem Paar passt.
- Gruß und Unterschrift: „Alles Liebe, eure Lena und Jonas“ – bei Paaren und Familien mit allen Namen.
Beispieltexte für deine Karte
Für Freunde
Liebe Anna, lieber Tim, endlich ist es so weit! Wir freuen uns riesig mit euch und wünschen euch eine Ehe voller Abenteuer, Lachen und Sonntagsfrühstücke, die bis mittags dauern. Danke, dass wir diesen Tag mit euch feiern dürfen. Alles Liebe, eure Lena und Jonas
Für die Familie
Liebe Sarah, lieber Max, heute beginnt euer gemeinsamer Weg als Ehepaar, und wir sind stolz und glücklich, dabei zu sein. Wir wünschen euch, dass ihr euch immer aufeinander verlassen könnt – in leichten und in schweren Zeiten. Ihr wisst: Wir sind für euch da. In Liebe, Mama und Papa
Für Kollegen
Liebe Frau Weber, lieber Herr Weber, zu Ihrer Hochzeit gratulieren wir Ihnen herzlich. Für Ihren gemeinsamen Lebensweg wünschen wir Ihnen viel Glück, Gesundheit und unzählige schöne Momente. Ihr Team aus der Buchhaltung
Kurz und herzlich
Liebe Julia, lieber Ben, herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit! Auf euch und auf alles, was noch kommt. Eure Mia
Weitere Formulierungen findest du unter Hochzeitswünsche, kurze Zeilen unter Kurze Hochzeitssprüche.
So wird die Karte persönlich
Ein Spruch allein wirkt schnell austauschbar. Persönlich wird die Karte durch einen Satz, den nur du schreiben kannst. Diese Fragen helfen beim Finden:
- Wo oder wie hast du die beiden kennengelernt?
- Was bewunderst du an ihnen als Paar?
- Gibt es eine gemeinsame Erinnerung, über die ihr heute noch lacht?
- Was wünschst du ihnen ganz konkret – eine Reise, Gelassenheit, viele Gäste am Küchentisch?
Was besser nicht in die Karte gehört
- Anspielungen auf frühere Partner oder Beziehungskrisen.
- Fragen nach Kindern oder Bemerkungen über die Familienplanung.
- Witze auf Kosten von Braut oder Bräutigam, die vor Verwandten peinlich wirken.
- Ein Hinweis auf den Betrag des Geldgeschenks – der Umschlag spricht für sich.
- Falsch geschriebene Namen: Prüf die Schreibweise lieber auf der Einladung nach.
Karte mit Geldgeschenk
Liegt Geld in der Karte, passt ein Satz zum Zweck – etwa für die Hochzeitsreise oder das neue Zuhause. Sprüche dafür findest du unter Sprüche zum Geldgeschenk, Orientierung zur Höhe im Ratgeber Geldgeschenk zur Hochzeit.
Häufige Fragen
Wie lang sollte der Text in einer Hochzeitskarte sein?
Drei bis sechs Sätze reichen völlig: Anrede, Glückwunsch, ein persönlicher Satz, ein Wunsch und der Gruß. Wer dem Paar sehr nahesteht, darf auch mehr schreiben – dann lieber auf einem zusätzlichen Blatt als in winziger Schrift.
Schreibt man zuerst den Namen der Braut oder des Bräutigams?
Traditionell steht die Braut zuerst: „Liebe Anna, lieber Tim“. Bei gleichgeschlechtlichen Paaren oder wenn du einen der beiden besser kennst, kannst du die Reihenfolge frei wählen oder alphabetisch vorgehen.
Sagt man „zur Hochzeit“ oder „zur Vermählung“?
Beides ist richtig. „Herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit“ ist die übliche, herzliche Form. „Zur Vermählung“ klingt förmlicher und passt eher zu Karten an Kollegen, Geschäftspartner oder ältere Verwandte.
Was schreibt man in die Karte, wenn man nicht zur Hochzeit kommen kann?
Bedanke dich für die Einladung, bedaure kurz, dass du nicht dabei sein kannst, und gratuliere herzlich: „Wir sind in Gedanken bei euch und stoßen an diesem Tag aus der Ferne auf euch an.“ Schick die Karte so ab, dass sie zur Hochzeit ankommt.