Ich denke dein, wenn mir der Sonne Schimmer Vom Meere strahlt; Ich denke dein, wenn sich des Mondes Flimmer In Quellen mahlt. Ich sehe dich, wenn auf dem fernen Wege Der Staub sich hebt; In tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen Stege Der Wandrer bebt. Ich höre dich, wenn dort mit dumpfem Rauschen Die Welle steigt. Im stillen Haine geh’ ich oft zu lauschen, Wenn alles schweigt. Ich bin bei dir, du seyst auch noch so ferne, Du bist mir nah! Die Sonne sinkt, bald leuchten mir die Sterne. O wärst du da!

Hochzeitsgedichte – klassisch und modern
Ein Gedicht sagt oft mehr als viele Worte. Hier findest du klassische Liebesgedichte großer Dichter – von Goethe und Schiller über Heine bis Rilke – und kurze, gereimte Hochzeitsgedichte, die sich für Einladung, Glückwunschkarte, Rede oder Gästebuch eignen. Die Klassiker verleihen einer Trauung oder einer Hochzeitsrede Tiefe und Feierlichkeit; sie stammen von Dichtern, die seit mehr als siebzig Jahren tot sind, und dürfen deshalb frei verwendet werden. Die kurzen Vierzeiler wurden für diese Seite geschrieben: Sie passen auf jede Karte, sind schnell vorgetragen und lassen sich leicht mit den Namen des Brautpaares ergänzen. Ob feierlich, verspielt oder augenzwinkernd – hier findest du den passenden Ton für deinen Beitrag zum großen Tag.
35 Sprüche in 2 Rubriken
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Mit Namen personalisieren
Trag die Vornamen des Paares ein – dann beginnen alle Sprüche mit eurer Anrede. Die Namen bleiben nur in deinem Browser.
Klassische Liebesgedichte zur Hochzeit12
Liebesgedichte von Dichtern, deren Werke heute gemeinfrei sind – in ihrer ursprünglichen Schreibweise, wie sie die Dichter veröffentlicht haben. Deshalb liest du hier manchmal „Muth“ statt „Mut“ oder „daß“ statt „dass“: Das gehört zum Original und verleiht den Versen ihren besonderen Klang.
Für eine Trauung oder eine Rede eignen sich diese Gedichte besonders gut. Übe den Vortrag vorher laut, denn ältere Verse haben einen eigenen Rhythmus. Bei längeren Gedichten kannst du auch nur eine Strophe auswählen.
Wie ich dich liebe Mit warmen Blut, Die du mir Jugend Und Freud und Muth Zu neuen Liedern, Und Tänzen giebst! Sey ewig glücklich Wie du mich liebst!
Du bist wie eine Blume, So hold und schön und rein; Ich schau’ dich an, und Wehmuth Schleicht mir in’s Herz hinein. Mir ist, als ob ich die Hände Auf’s Haupt dir legen sollt’, Betend, daß Gott dich erhalte So rein und schön und hold.
Wie soll ich meine Seele halten, daß sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie hinheben über dich zu andern Dingen? Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas Verlorenem im Dunkel unterbringen an einer fremden stillen Stelle, die nicht weiterschwingt wenn deine Tiefen schwingen. Doch alles was uns anrührt, dich und mich, nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich, der aus zwei Saiten eine Stimme zieht. Auf welches Instrument sind wir gespannt? Und welcher Spieler hat uns in der Hand? O süßes Lied.
Dû bist mîn, ich bin dîn. des solt dû gewis sîn. dû bist beslozzen in mînem herzen, verlorn ist das sluzzelîn: dû muost ouch immêr darinne sîn.
Du bist mein, ich bin dein. Dessen sollst du gewiss sein. Du bist verschlossen in meinem Herzen, verloren ist das Schlüsselein: Du musst für immer darin sein.
Denn wo das Strenge mit dem Zarten, Wo Starkes sich und Mildes paarten, Da giebt es einen guten Klang.
Drum prüfe, wer sich ewig bindet, Ob sich das Herz zum Herzen findet! Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang.
Ich habe dich so lieb! Ich würde dir ohne Bedenken Eine Kachel aus meinem Ofen Schenken.
Lebt, liebes Paar, mit Gott; lebt, liebes Paar, mit Segen; lebt, liebes Paar, im Glück, dass Neid euch könn’ erregen; ich sage noch einmal: Lebt hin in süßer Ruh, bis Kindes-Kindeskind drückt euer Augen zu!
Seid glücklich hier und dort; seid selig denn gepreist, ihr, die man heute Braut und Bräutigam euch heißt! Seid morgen Mann und Frau, seid Eltern übers Jahr; so habt ihr denn erlangt, was zu erlangen war.
Und hier besiegeln diese Zwei sich dauerhafte Lieb und Treu. Hoch ist der Liebe süßer Traum erhaben über Zeit und Raum.
Ihr seid nun eins, ihr beide, und wir sind mit euch eins. Trinkt auf der Freude Dauer ein Glas des guten Weins. Und bleibt zu allen Zeiten einander zugekehrt, durch Streit und Zwietracht werde nie euer Bund gestört.
Kurze Hochzeitsgedichte23
Vierzeiler für Karte, Rede und Gästebuch – frei verwendbar und eigens für diese Seite geschrieben. Sie sind kurz genug für jede Glückwunschkarte und eingängig genug, um sie auf der Feier vorzutragen, auch wenn du sonst nicht gern vor Publikum sprichst.
Passe die Gedichte ruhig an: Setze die Vornamen des Paares ein, ändere eine Zeile oder kombiniere zwei Strophen. Gereimte Wünsche wirken am schönsten, wenn man merkt, dass jemand sie für genau dieses Paar ausgesucht hat.
Zwei Wege, die sich heute finden, zwei Herzen, die sich fest verbinden. Was immer auch das Leben bringt: Ihr seid das Lied, das weiterklingt.
Ein Ja, so klein und doch so groß, legt euch das Glück in euren Schoß. Bewahrt es gut, von Tag zu Tag, was immer auch geschehen mag.
Der Ring an eurer Hand ist rund, hat keinen Anfang, keinen Grund, an dem er je zu Ende geht – so wie die Liebe, die besteht.
Heut’ läuten Glocken hell und klar, heut’ feiern wir das Hochzeitspaar. Mög’ jeder Tag, der vor euch liegt, so froh sein, wie das Herz heut’ fliegt.
Nicht jeder Tag wird sonnig sein, mal stürmt es, mal regnet’s rein. Doch wer den Schirm gemeinsam hält, bleibt trocken – gegen alle Welt.
Zwei Hände, die sich heute halten, sollen nie im Streit erkalten. Zwei Herzen, die sich heut’ vertrauen, werden auf die Liebe bauen.
Was ihr euch heute gebt, das Wort, geht nicht mit den Gästen fort. Es bleibt, wenn Kerzen längst verglüht: ein Versprechen, das im Herzen blüht.
Das Glück ist nicht ein großes Haus, es sieht oft ganz bescheiden aus: ein Frühstück, das der and’re macht, ein Kuss, ein Lachen, gute Nacht.
Zwei Namen stehen nun vereint auf einem Weg, der heute scheint. Geht ihn mit Mut und mit Humor – das Schönste steht euch noch bevor.
Wie zwei Flüsse, die sich finden und im Meer sich dann verbinden, fließt ihr nun in einem Lauf – und keiner hält die Liebe auf.
Ein Baum, gepflanzt am Hochzeitstag, wächst langsam, doch mit jedem Schlag des Herzens, jedem Sonnenschein wird er ein bisschen stärker sein.
Heut’ sagt ihr Ja vor aller Welt, doch was am Ende wirklich zählt, ist jedes Ja im Alltagskleid, ein Leben lang, zu jeder Zeit.
Gemeinsam lachen, gemeinsam weinen, gemeinsam in der Sonne scheinen, gemeinsam durch die dunkle Zeit – das ist die Ehe: Zweisamkeit.
Nun seid ihr zwei ein festes Band, verknüpft mit Herz und mit Verstand. Kein Knoten hält so fest und gut wie einer, der auf Liebe ruht.
Die Liebe ist ein zartes Licht, es flackert manchmal, doch erlischt es nicht, wenn ihr es hütet, nährt und jeden Tag aufs Neue ehrt.
Ihr habt euch heut’ das Wort gegeben, von nun an Hand in Hand zu leben. Wir wünschen euch aus vollem Herzen viel Lachen und nur kleine Schmerzen.
Ein Herz allein schlägt still für sich, zwei Herzen sagen: Du und ich. So schlagt im gleichen Takt fortan, als Paar, das alles schaffen kann.
Nehmt euch Zeit für kleine Dinge, für Blumen, Briefe, Zärtlichkeit. Denn aus lauter kleinen Ringen wird eine Kette, lang und weit.
Die Torte ist längst aufgegessen, die Musik im Saal verklungen – doch was ihr heute euch versprochen, bleibt in euren Herzen lang gesungen.
Zwei Tassen Kaffee auf dem Tisch, zwei Zahnbürsten im selben Glas – so fängt das große Glück ganz frisch im Kleinen an. Und macht so Spaß.
Zwei Menschen, die sich finden und aneinander binden, wenn sie sich Treue schwören, dem anderen ganz gehören, dann ist es wunderbar und Liebe ganz und gar.
Ich wünsch euch – einem mit dem andern – ein fröhliches Zusammenwandern, getrosten Mutes, Hand in Hand, hinein in ein glückliches Zukunftsland. Was ihr erreicht, wo ihr auch schreitet, was euch das Leben alles bereitet an Freuden und Leiden, an Glück und Pein: ihr sollt stets eins und einig sein!
Zwei Ringe, ein Versprechen, ein Ja vor aller Welt. Mögt ihr es niemals brechen, weil Liebe euch zusammenhält.
Mehr über Hochzeitsgedichte
Die Klassiker geben wir in ihrer ursprünglichen Schreibweise wieder, so wie die Dichter sie veröffentlicht haben. Die kurzen Hochzeitsgedichte darfst du frei verwenden und nach Belieben anpassen – zum Beispiel mit den Namen des Brautpaares.
Häufige Fragen
Welches Gedicht passt zur Hochzeit?
Für Trauung oder Rede eignen sich klassische Liebesgedichte wie Goethes „Nähe des Geliebten“ oder Heines „Du bist wie eine Blume“. Für Karte und Gästebuch sind kurze, gereimte Vierzeiler oft die bessere Wahl – sie sind schnell gelesen und lassen sich leicht persönlich anpassen.
Wie trage ich ein Hochzeitsgedicht richtig vor?
Übe das Gedicht vorher mehrmals laut, am besten vor jemandem, der dir ehrlich Rückmeldung gibt. Sprich langsamer als gewohnt und mach an den Zeilenenden kleine Pausen. Ein ausgedrucktes Blatt in der Hand ist keine Schande – lieber sicher vorgelesen als auswendig ins Stocken geraten.
Darf ich die Gedichte frei verwenden?
Ja. Die klassischen Gedichte stammen von Dichtern, die vor mehr als 70 Jahren gestorben sind, und sind damit gemeinfrei. Die kurzen Hochzeitsgedichte wurden für diese Seite geschrieben; du darfst sie für Karte, Rede und Gästebuch verwenden und anpassen.
Dein Spruch fehlt? Schick ihn uns.
Wir prüfen jeden Vorschlag und nehmen die schönsten in die Sammlung auf.