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Eheversprechen schreiben: Aufbau, Tipps und Beispiele
Aufbau, ideale Länge und Beispiele.
Fürbitten gehören zu den persönlichsten Momenten einer kirchlichen Trauung. Nach Predigt und Trauversprechen treten Familie und Freunde nach vorn und bitten Gott um Segen für das Brautpaar, für die Familien und für alle, die nicht mehr dabei sein können. Weil die Texte meist selbst geschrieben werden, sagen sie viel über das Paar und die Menschen, die ihm nahestehen. Viele tun sich trotzdem schwer: Wie formuliert man eine Fürbitte, ohne zu predigen? Wie viele sollen es sein, und wer liest sie vor? In diesem Ratgeber erfährst du, wie Fürbitten aufgebaut sind, welche Themen dazugehören, und bekommst eigene Beispiele zum Anpassen. Zum Abschluss gibt es Tipps für den Vortrag und eine Idee für die freie Trauung. Fertige Vorlagen findest du in unserer Sammlung Fürbitten zur Hochzeit.
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Fürbitten sind kurze Gebete, in denen die Gemeinde für andere bittet – bei der Hochzeit vor allem für das Brautpaar. Sie folgen in der katholischen und evangelischen Trauung meist auf Trauversprechen und Segen. Der Pfarrer oder die Pfarrerin leitet sie mit einem kurzen Satz ein, dann tragen mehrere Personen jeweils eine Bitte vor, und die Gemeinde antwortet gemeinsam, etwa mit „Wir bitten dich, erhöre uns“. Wie die Trauung insgesamt abläuft, steht im Ratgeber Ablauf der kirchlichen Trauung.
Üblich sind vier bis sechs Fürbitten. Mehr werden für die Gemeinde lang.
„Guter Gott, wir bitten für Lisa und Paul, die heute einander das Ja-Wort gegeben haben. Lass sie spüren, dass sie aufeinander bauen können – an hellen Tagen und an grauen. Wir bitten dich, erhöre uns.“
„Herr, wir bitten für die Eltern und Geschwister von Lisa und Paul. Lass aus zwei Familien eine Gemeinschaft werden, in der jeder seinen Platz hat. Wir bitten dich, erhöre uns.“
„Gott der Liebe, wir bitten für alle, die heute gern mit uns gefeiert hätten und nicht mehr bei uns sind, besonders für Oma Gerda. Lass sie in deinem Frieden geborgen sein. Wir bitten dich, erhöre uns.“
„Guter Gott, wir bitten für alle Freundinnen und Freunde, die heute hier sind. Lass sie Lisa und Paul auch in Zukunft begleiten, mit Rat, mit Zeit und mit offenen Türen. Wir bitten dich, erhöre uns.“
Viele weitere Formulierungen findest du bei den Fürbitten zur Hochzeit.
Bei der freien Trauung ersetzen viele Paare die Fürbitten durch Wünsche: Gäste treten nach vorn und sprechen einen Wunsch für das Paar aus, ohne Gebet. Das Prinzip bleibt gleich – kurz, persönlich, von verschiedenen Menschen.
Meist vier bis sechs. Jede Fürbitte ist kurz und wird oft von einer anderen Person vorgetragen. Mehr als sechs ziehen den Gottesdienst unnötig in die Länge.
Das Brautpaar oder die Menschen, die sie vortragen. Viele Paare schreiben einen Entwurf und lassen die Lesenden ihre eigenen Worte ergänzen. Der Pfarrer schaut sie sich vorher meist an.
Am häufigsten „Wir bitten dich, erhöre uns“. Manche Gemeinden haben eine andere Antwort oder singen einen kurzen Liedruf. Fragt beim Traugespräch nach und schreibt die Antwort ins Kirchenheft.
Ja, das ist sogar sehr üblich und für viele Familien ein wichtiger Moment. Nennt die Person ruhig beim Namen, aber haltet die Bitte kurz, damit die Trauung nicht zu traurig wird.

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