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Ohne Standesamt keine Ehe: In Deutschland ist nur die standesamtliche Trauung rechtlich gültig – die kirchliche oder freie Trauung kommt auf Wunsch dazu. Viele Paare unterschätzen dabei den Papierkram. Wer seine Geburtsurkunde erst bei einem Standesamt am anderen Ende des Landes anfordern muss, braucht Zeit und gute Nerven. In diesem Ratgeber erfährst du, wann ihr euch anmelden könnt, welche Unterlagen typischerweise verlangt werden, wie die Zeremonie im Trauzimmer abläuft und mit welchen Kosten ihr rechnen solltet. Außerdem bekommst du Ideen, wie ihr die oft nur halbstündige Trauung persönlich gestaltet – mit Musik, Ringtausch und eigenen Worten. Die Regeln beziehen sich auf Deutschland; Einzelheiten legt jedes Standesamt selbst fest, deshalb lohnt sich ein früher Anruf.
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Ihr meldet die Eheschließung bei dem Standesamt an, in dessen Bezirk einer von euch wohnt. Heiraten könnt ihr danach bei jedem Standesamt in Deutschland – auch im Schloss, auf einer Burg oder am Strand, wenn die Gemeinde dort ein Trauzimmer anbietet.
Die Anmeldung ist sechs Monate gültig. Findet die Trauung in dieser Zeit nicht statt, müsst ihr euch erneut anmelden. Den Wunschtermin könnt ihr bei vielen Standesämtern aber schon früher reservieren – bei beliebten Daten und Samstagen ist das sehr zu empfehlen. Wann ihr welche Schritte erledigt, zeigt euch die Checkliste zur Hochzeitsplanung.
In der Regel erscheint ihr gemeinsam zur Anmeldung. Kann einer von euch nicht kommen, akzeptieren die meisten Standesämter eine schriftliche Beitrittserklärung – fragt vorher nach dem Formular.
Für volljährige, ledige Deutsche, die in Deutschland geboren sind, verlangen die meisten Standesämter Folgendes:
Eine standesamtliche Trauung dauert meist 20 bis 30 Minuten. Der Ablauf ist überall ähnlich:
Die Gebühren regeln die Bundesländer und Gemeinden, deshalb gibt es keinen bundesweit einheitlichen Preis. Für die Anmeldung der Eheschließung zahlt ihr in vielen Orten zwischen 40 und 100 Euro, bei ausländischen Dokumenten mehr. Dazu kommen Gebühren für Urkunden und Ausdrucke. Zuschläge fallen oft an für Trauungen am Samstag, außerhalb der Öffnungszeiten oder an besonderen Trauorten. Ein Familienstammbuch ist freiwillig.
Nein, seit 1998 sind Trauzeugen bei der standesamtlichen Trauung nicht mehr vorgeschrieben. Ihr dürft aber bis zu zwei Trauzeugen benennen. Sie müssen volljährig sein und am Tag der Trauung einen gültigen Ausweis dabeihaben.
Das hängt vom Trauzimmer ab. Manche Räume bieten nur Platz für zehn Personen, Säle in Schlössern oder Rathäusern für fünfzig und mehr. Fragt bei der Anmeldung nach, damit niemand draußen warten muss.
Ja. Die standesamtliche Trauung ist die einzige rechtlich wirksame Eheschließung in Deutschland. Eine kirchliche oder freie Trauung ist eine schöne Ergänzung, aber keine Pflicht.
In den allermeisten Standesämtern ja. Manche wünschen, dass nur eine Person fotografiert oder dass während der Unterschriften nicht geblitzt wird. Klärt das kurz vorher ab, damit Fotografin oder Fotograf Bescheid weiß.

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